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Loreley · Relief in vier Darstellungsformen — Quellenregister

Stand der Prüfung: 08/2026.

Dieses Blatt ist ein Werkstattblatt: es zeigt vier Register der Reliefdarstellung an einem Geländemodell, das zu diesem Zweck konstruiert wurde. Es macht keine Aussage über das Mittelrheintal, und der Name „Loreley“ benennt nur die Formidee — ein Durchbruchstal mit Felssporn im Prallhang.

Angabe auf dem Blatt Status Quelle / Anmerkung
Geländemodell (Höhen, Talverlauf, Felssporn, Kerbtäler) unbelegt als Formel konstruiert, im Blattquelltext nachlesbar. Absichtlich kein echter Datensatz: ein erfundenes Gelände, das sich als erfunden ausweist, lügt weniger als ein echtes ohne Quellenangabe
Höhenangaben (Talboden ≈ 70 m, Gipfelflur ≈ 450 m) unbelegt Größenordnungen des Mittelrheintals als Anhalt gewählt, keine Messung
Fenstergröße 6 × 8,4 km unbelegt gesetzt, damit Zellweite und Neigungswerte plausibel skalieren
Äquidistanz 20 m, Zähllinie alle 100 m belegt Konvention der topographischen Karte; Wahl der Äquidistanz ist eine Gestaltungsentscheidung, ihre Angabe eine Pflicht
Walter-Lieth… — nicht auf diesem Blatt — —
Schummerung: Schräglicht Nordwest 315°, Höhe 45° belegt die kartographische Konvention. Die Nordwest-Beleuchtung ist willkürlich, aber verabredet — sie vermeidet die Reliefumkehr, die bei Licht von Südost entsteht
Überhöhung 2,6 in der Schummerung abgeleitet gesetzt, damit die Plastik bei dieser Maßstabszahl trägt. Eine Überhöhung ist immer eine Gestaltungsentscheidung und gehört deshalb angegeben
Böschungsschraffen: Strichstärke ∝ Neigung belegt Konstruktionsregel nach Lehmann 1799 („je steiler, je schwärzer“). Belegstatus der Zuschreibung: aus der kartographischen Literatur erinnert, nicht am Original geprüft
Neigungsschwelle, unter der keine Schraffe gezeichnet wird abgeleitet gesetzt, damit Talboden und Hochfläche weiß bleiben — bei Lehmann eine Frage des Stichs, hier eine Zahl
Höhenschichtkolorit abgeleitet Rampe innerhalb der Tieflandtöne von atlas/farben.js (h0 → h200 → h500), auf die Spanne dieses Modells gestreckt. Nicht die hypsometrische Stufung des Atlas

Wenn das Blatt belegt werden soll

Aus dem Werkstattblatt würde ein Kartenblatt mit:

  1. DGM1 des LVermGeo Rheinland-Pfalz für den Ausschnitt Loreley/St. Goarshausen — 1 m Rasterweite, für dieses Blatt großzügig auf 10 m aggregierbar.
  2. Amtlicher Blattschnitt und Maßstabszahl statt eines gesetzten Fensters.
  3. Dann trägt das Blatt auch, was die Loreley kartographisch interessant macht: Hangexposition und terrassierter Weinbau am Südhang, Kaltluftabfluss in die Talsohle, die Engstelle des Fahrwassers.

Bis dahin bleibt es, was es ist: ein Blatt über Darstellungsformen.