Geodaten Brandenburg — Blatt 7 · Landwirtschaftliche Nutzung
Ein Aufruf, ./nutzung.sh, erzeugt aus offenen Quellen fünf GeoJSON-Dateien.
Alles Zwischenzeug (*.osm.pbf, source.gpkg, das entpackte CLC5) bleibt liegen und
wird beim zweiten Lauf nicht neu geladen; nur die Zieldateien werden überschrieben.
apt install osmium-tool gdal-bin wget unzip
./nutzung.sh
Quellen
| Datensatz | Bezug | Lizenz |
|---|---|---|
| CORINE Land Cover 5 ha 2018 (CLC5) | daten.gdz.bkg.bund.de/produkte/dlm/clc5_2018/aktuell/ — 1,24 GB, einmalig |
© GeoBasis-DE / BKG 2021, dl-de/by-2-0 |
| OSM Brandenburg | Geofabrik, europe/germany/brandenburg-latest.osm.pbf |
© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL |
| Hanfschläge | „gemeldete“ GIS-InVeKoS-Antragsdaten Brandenburg mit anonymisierten Betriebsnummern (antrag_gem_xx), über den Geobroker; daraus hanf-<jahr>.geojsonl |
uneingeschränkt (OpenData), © MLEUV, dl-de/by-2-0 |
| Verarbeitungsstandorte | verarbeitung.csv, von Hand gepflegt |
eigene Erhebung |
Der Quellenvermerk auf dem Blatt muss BKG, OSM und MLEUV nennen, jeweils mit Veränderungshinweis — die Daten werden hier generalisiert, also verändert. Die Antragsdaten schreiben die Form vor: „© MLEUV, dl-de/by-2-0, Daten geändert“.
Zieldateien und Datenvertrag
Dateinamen und Attributnamen sind der Vertrag mit dem Kartenblatt; nicht umbenennen.
landnutzung.geojson—klasse∈acker,gruenland,feucht,wald,sonderkultur,obstbau,bergbaufolge,stadt,wasser. Je Klasse eine aufgelöste Multipolygon-Geometrie, Splitter unter 5 km² fallen weg, Vereinfachung ≈ 200 m. Das entspricht dem Blattmaßstab; Parzellenschärfe hat es nie.gewaesser.geojson—name,rang(1 = stärker gezeichnet).orte.geojson—name,rang(1 Berlin, 2 Landeshauptstadt, 3 city, 4 town),einwohner.hanf-kreise.geojson—kreis,ha,jahr, Geometrie = Kreisumriss.verarbeitung.geojson—name,art.
Beschnitten wird nur grob auf ein Rechteck um Berlin und Brandenburg. Den sauberen
Rand macht das Blatt selbst — es klippt gegen den Landesumriss (#bbclip).
hanf-<jahr>.geojsonl — nicht aus dieser Pipeline
Die Schlaggeometrie erzeugt nutzung.sh nicht; sie wird von Hand aus den
Antragsdaten gezogen und daneben gelegt. Eine Zeile je Schlag (GeoJSONSeq), damit
GDAL und QGIS sie direkt lesen. Attribute wie geliefert, darunter groesse (ha),
sorte_bez, code (701 = Hanf) und antragjahr. sorten.csv hängt über sorte_bez
daran, siehe SORTEN.md; pruefe-hanf.rb prüft beides gegeneinander.
So entsteht sie, mit den beiden Fallen:
# Nutzungscode 701 = Hanf, laut Agrarfoerderantrag-Nutzcodeliste im Paket
SHAPE_ENCODING=ISO-8859-1 ogr2ogr -f GeoJSONSeq -t_srs EPSG:4326 \
hanf-2026.geojsonl /vsizip/antrag.zip/antrag_land_gem.shp \
-where "code = '701'"
- Die
.cpglügt. Sie deklariertUTF-8, die.dbfenthält aber Latin-1. OhneSHAPE_ENCODINGersetzt GDAL jeden Umlaut durch U+FFFD — sichtbar inbind_nameundegs_namealsFl<FFFD>che, und dann unwiederbringlich. - Kooperativen liegen doppelt im Bestand. Das Attribut
auswertungkennzeichnet sie; für Flächensummen sind diese Sätze auszuschließen, sonst wird doppelt gezählt. In den bisherigen Auszügen ist das Feld durchgehend leer.
Der Bestand wird mehrmals jährlich fortgeschrieben und gilt fachlich nur für sein Antragsjahr — die Datei ist eine Momentaufnahme, kein stehender Datensatz.
Was die Daten nicht hergeben
- Gemüse und Sonderkulturen im Oderbruch stehen in CLC5 nicht als eigene Klasse.
sonderkultursind dort Wein und Oliven-Analoga,obstbauist CLC 222 (Werder). Wer den Oderbruch als Gemüsebau zeigen will, braucht die Anbaustatistik je Gemeinde und den gleichen Weg wie beim Hanf: Zahl auf Verwaltungsgeometrie. - Hanf hatte lange keine offene Geometrie — das gilt nicht mehr. Das
Feldblockkataster (DFBK,
data.geobasis-bb.de/geofachdaten/Landwirtschaft/dfbk.zip) kennt nur die Bodennutzungskategorie — Ackerland, Grünland, Dauerkultur — und damit nie die Kultur. Es scheidet als Hanf-Geometrie aus, und daher stammt der Umweg über Kreisfläche +haaushanf-anbau.csv. Die Antragsdaten dagegen tragen die Kultur als Nutzungscode: 701 = Hanf, nach der Nutzcodeliste, die dem Paket beiliegt. Damit gibt es Schlaggeometrie, undhanf-<jahr>.geojsonlist genau das.hanf-anbau.csvsteht deshalb zur Disposition: Kreissummen ließen sich aus den Schlägen ableiten, statt sie von Hand zu pflegen. Solange die Spalten leer sind, bleibthanf-kreise.geojsonleer — das ist Absicht, aber kein Dauerzustand. - CLC5 ist Stand 2018. Für ein Blatt in dieser Auflösung reicht das; für Aussagen über Veränderung nicht.
Prüfen, wenn etwas leer bleibt
unzip -l clc5_2018.utm32s.shape.zip | grep '\.shp$' # Pfad in CLC_SHP
ogrinfo -so -al clc5_2018/utm32s/shape/clc5.shp # Feldname in CLC_FELD
ogrinfo -so -al source.gpkg # Zeilenzahl je Tabelle