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Klimastationen Brandenburg

klima-stationen.csv trägt die Monatswerte, die das Blatt „Brandenburg · Klima“ zeichnet. Sie wird zur Laufzeit gelesen — vom Blatt beim Laden, von QGIS als Nicht-Geometrie-Layer mit Attributverknüpfung über kuerzel. Kein Build-Schritt, keine abgeleitete Zwischendatei.

Die Orte auf dem Blatt

Ort Verortung Anmerkung
Neuruppin abgeleitet Ostprignitz-Ruppin, Koordinate genommen, nicht geprüft
Alt Madlitz abgeleitet Briesen, Oder-Spree; Koordinate genommen, nicht geprüft
Potsdam belegt Säkularstation, Lage unstrittig
Cottbus belegt Lage unstrittig
Wittstock/Dosse abgeleitet Ostprignitz-Ruppin, Koordinate genommen, nicht geprüft
Diethardt abgeleitet Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz, rund 400 m im Taunus. rolle = vergleich: erscheint nicht im Kartenfeld, sondern nur als zuschaltbares Vergleichsdiagramm (Tweak Vergleichsort), mit Höhenangabe und Vermerk. Der Kontrast zum märkischen Sand ist der lehrreichste auf dem Blatt — sobald echte Reihen vorliegen

Belegstatus — bitte zuerst lesen

Alle Zahlen in der Datei sind derzeit unbelegt. Sie stammen aus meiner Erinnerung an die Größenordnungen und sind als Platzhalter gesetzt, damit das Blatt seine Form zeigt. Sie taugen nicht für eine fachliche Aussage.

Was fehlt, sind die DWD-Werte. Zwei Wege:

  1. Climate Data Center, Ordner climate_environment/CDC/observations_germany/ climate/multi_annual/mean_81-10/ bzw. die aktuelle Referenzperiode 1991–2020 — Monatsmittel Lufttemperatur und Niederschlagssumme je Station.
  2. DWD-Stationsübersicht für die Stations-IDs und geprüfte Koordinaten und Stationshöhen (die in der CSV sind ebenfalls genähert).

Sobald echte Werte drinstehen: status je Zeile auf belegt setzen und quelle mit Referenzperiode füllen (z. B. DWD CDC, Monatsmittel 1991–2020). Das Blatt liest die Spalte und beschriftet die Diagramme entsprechend — eine Station mit unbelegt bekommt einen sichtbaren Vermerk, keine stille Kurve.

Spalten

Spalte Bedeutung
station Ortsname, wie er auf dem Blatt erscheint
kuerzel Kurzform für Karte und QGIS-Verknüpfung
dwd_id Stations-ID des DWD, leer bis geprüft
lon, lat geographische Länge und Breite, Dezimalgrad (WGS 84)
hoehe Stationshöhe in m über NHN
rolle kartenfeld (Kartodiagramm auf der Karte) oder vergleich (nur Randspalte, außerhalb des Blattausschnitts)
koord_status belegt, abgeleitet, unbelegt — für die Verortung, getrennt vom Belegstatus der Messwerte. Eine unbelegte Koordinate bekommt auf der Karte einen gestrichelten Ring und den Vermerk „Ort nicht verifiziert“
status belegt, abgeleitet, unbelegt — für die Monatswerte
quelle Datensatz und Referenzperiode
t_jan … t_dez Monatsmittel der Lufttemperatur in °C
n_jan … n_dez Monatssumme des Niederschlags in mm

Warum Walter-Lieth

Die Diagramme auf dem Blatt folgen der Klimadiagramm-Konvention nach Walter und Lieth: Temperaturkurve und Niederschlagsbalken in einem Feld, im Maßstab 1 °C ≙ 2 mm. Wo die Niederschlagslinie unter die Temperaturkurve fällt, gilt der Monat als arid und wird punktiert; darüber humid und gestrichelt. Das ist kein Dekor, sondern der Grund, warum sich zwei Stationen überhaupt vergleichen lassen — die Skalenkopplung ist die Aussage.

Für Brandenburg liegt der Reiz gerade an der Grenze: die Trockenheit im Lee des Harzes und der Übergang zum kontinentalen Osten sind genau das, was die Kopplung sichtbar macht. Das setzt aber echte Werte voraus.

Vergleichsorte von außerhalb

Eine Zeile mit rolle = vergleich erscheint nicht im Kartenfeld, sondern nur als Diagramm in der Randspalte — zuschaltbar über den Tweak Vergleichsort. Das ist die richtige Stelle für Orte außerhalb Brandenburgs: ein Klimadiagramm braucht keine Karte, und die Abbildung des Blatts (Lambert 52°/53,4° N) ist auf Brandenburgs Breite geeicht.

Was dagegen kein Tweak sein kann: ein zweiter Kartenausschnitt. Die Loreley wäre ein eigenes Blatt — und dort trägt nicht das Klima die Aussage, sondern das Talrelief (Hangneigung, Exposition, Kaltluftabfluss, terrassierter Weinbau).