Eine Karte von ganz Rumänien — gezeichnet wie ein alter Schulatlas, nur eben zum Anfassen.
Sie funktioniert ohne Netz. Im Donaudelta, auf dem Karpatenpass, im Funkloch hinter Sighișoara.
Und sie ist für zwei gedacht — dieselbe Karte auf zwei Handys, und abends finden die beiden zueinander. Dazu gleich mehr.
Oben die Themen zum Anknipsen, in der Mitte die Karte, unten die Beschreibung des zuletzt angetippten Ortes.
Das ist alles. Wer eine Wanderkarte lesen kann, kann das hier deutlich besser.
Die Technik läuft auf einem eigenen Server — und wenn der mal schläft, hilft eine kleine App namens Syncthing: einmal gegenseitig den QR-Code scannen, danach tauschen die zwei Handys ihre Karten von ganz allein.
Etwas auf der Karte entdeckt, »da will ich hin« gedacht — ein Stern drauf, fertig. Alle Sterne landen auf derselben Karte, und wo sie sich häufen, ist die Route schon fast entschieden.
Unterwegs getrennt losgezogen? Foto + zwei Wörter an den Ort geheftet — das gute Café, der Aussichtspunkt, der seltsame Brunnen. Abends werden aus zwei Tagen eine gemeinsame Karte.
Vor der Reise: Delta und Naturparks auf der einen Seite, Beton und Bahn auf der anderen. Jeder pflegt seine Ebenen, keiner funkt dem anderen dazwischen — das Zusammenfügen übernimmt die Karte.
Bewährte Regel: läuft etwas nicht, liegt es an der Karte — nie an der Bedienung.
Sighișoara bei Dämmerung. Die einzige bewohnte mittelalterliche Festung Europas — und Geburtshaus von du-weißt-schon-wem.
Mit dem Boot durch das Delta. 3 500 km² Schilf, Kanäle und Pelikane. Netz gibt es dort keins — die Karte weiß trotzdem, wo wir sind.
Bukarest, Beton bei Morgenlicht. Achtzehn Stationen. Ob das schön ist, klärt sich am besten vor Ort.