Wie aus Kartenblättern, offenen Fahrplandaten und einer freien Feld-App ein Reisebegleiter wird, der ohne Netz funktioniert.
Der Workshop setzt QGIS-Grundkenntnisse voraus: Layer laden, Attributtabelle lesen, ein Projekt speichern. Alles Weitere entsteht heute.
Kein Konto, keine Lizenz, kein Abonnement. Der ganze Weg läuft auf freier Software und offenen Daten — das ist keine Sparmaßnahme, sondern die Bedingung dafür, dass die Reise auch in fünf Jahren noch funktioniert.
Die Reihenfolge ist keine Empfehlung, sondern eine Abhängigkeit: jeder Schritt braucht das Ergebnis des vorigen. Wer bei vier anfängt, baut eine Karte ohne Inhalt.
Vier Quellen, ein Ziel. Alles landet in einer einzigen Datei — einem GeoPackage. Das ist der Unterschied zum Shapefile: eine Datei statt sechs, mit Stilen, Rasterdaten und Beziehungen darin.
Der GTFS-Feed ist eine ZIP mit Textdateien. stops.txt trägt Koordinaten und wird direkt zum Punktlayer; stop_times.txt verknüpft Halte zu Fahrten.
Die Signaturen kommen aus dem Atlas — nicht neu gezeichnet, sondern als .qml importiert. Druck und Handy sprechen dieselbe Kartensprache.
Vier Quellen, vier Wege. Keiner braucht ein Konto, drei laufen im Browser, einer in QGIS selbst.
[out:json][timeout:180]; area["ISO3166-2"="RO-TM"]->.a; ( way["railway"="rail"](area.a); node["railway"~"station|halt"](area.a); ); out geom;
Die Trennung ist der wichtigste Handgriff des ganzen Tages: alles, was unterwegs verändert wird, gehört in einen einzigen Layer. Der Rest wird gesperrt — sonst schreibt ein Fehlgriff im Zug die Bahnstrecke um.
Eine Druckkarte wird bei Tageslicht aus 40 cm gelesen, eine Feldkarte im Gehen, bei Gegenlicht, mit einer Hand. Die Signaturen bleiben dieselben, ihre Maße nicht.
QFieldSync macht aus dem Projekt einen Ordner, der auf dem Telefon für sich steht. Vor dem Packen die Basiskarte beschneiden — sonst wandern Kacheln für halb Europa mit.
Mischmodi abschalten. Die Schummerung liegt auf »Multiplizieren«, und das rasterisiert beim Export — auf dem Telefon kostet das Bildrate, draußen gewinnt die nüchterne Karte.
Zwei Wege aufs Gerät: USB-Kabel oder eine eigene QFieldCloud-Instanz. Das Kabel ist schneller, die Cloud überlebt einen Gerätewechsel.
GTFS ist eine ZIP mit CSV-Dateien. Drei davon genügen, um aus Abfahrtszeiten Kartenobjekte zu machen.
Der Trick, der die meiste Arbeit spart: nicht jede Fahrt abbilden, sondern einen Werktag. Eine Strecke, die zwölfmal täglich bedient wird, braucht auf der Karte eine Linie und die Angabe »12׫ — nicht zwölf Linien.
Sobald zwei Menschen dieselbe Karte führen, entstehen genau vier Probleme. QFieldCloud löst sie nicht durch Zauberei, sondern durch eine klare Rollenverteilung.
Die Rollenverteilung, die sich bewährt hat: eine Person pflegt das Projekt — Layer, Stile, Formulare — und alle anderen erfassen nur. Wer Geometrie ändern darf, sollte man zählen können, ohne nachzusehen.
Fürs Reisen der brauchbarste Weg: das Projekt öffentlich stellen. Dann lädt es jeder mit QField herunter, ohne Einladung und ohne Konto bei mir. Die Karte wird damit zum Reiseführer, den man weitergeben kann.
Fotos machen das Volumen, nicht die Geometrie. Sechs Einstellungen entscheiden darüber, ob der Abgleich nach zweihundert Aufnahmen noch läuft — alle im QGIS-Projekt, keine davon im Nachhinein.
Auf einer selbst betriebenen Instanz kommt eine siebte Möglichkeit dazu: Anhänge auf einen eigenen WebDAV-Speicher legen, getrennt vom Objektspeicher der Projektdaten. Das ist vorgesehen, kein Kunstgriff — und es trennt das, was wächst, von dem, was gesichert werden muss.
Was draußen aufgenommen wird, kommt in dasselbe Projekt zurück, aus dem die Karte kam. Beim nächsten Mal ist die Karte besser — und irgendwann ist sie besser als jede gekaufte.
Gerät am Netz, Projekt in QGIS geschlossen. Der häufigste Datenverlust entsteht, weil beide Seiten gleichzeitig offen waren.
QFieldSync zeigt Konflikte einzeln. Nicht pauschal bestätigen — jeder Konflikt ist eine Entscheidung, keine Formalie.
Plausibilität prüfen: Punkte ohne Foto, Fotos ohne Punkt, Koordinaten mit Genauigkeit über 15 m. Dann erst archivieren.
Der Unterschied zur App aus dem Store: diese hier gehört Ihnen, läuft ohne Netz und wird mit jeder Reise genauer.
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