Der erste Teil von Iteration 2 steht: das QField-Feldpaket. Der zweite ist eine offene Frage, und diese Vorlage stellt sie, statt sie zu bauen.
Die Blattfolge ist gebaut: Signaturenkatalog, Farbsystem, Typenscale, Quellenregister mit belegt / abgeleitet / unbelegt, A4-Druckgeometrie. Sie hat drei Grenzen, und keine davon ist ein Gestaltungsfehler.
Die dritte Grenze ist die teuerste: vier Aussagen im Atlas stehen als abgeleitet oder unbelegt auf dem Blatt, und drei von ihnen löst kein Rechner auf. Es muss jemand hinsehen.
Bisher lief der Weg in eine Richtung: Daten hinein, Blatt heraus. Iteration 2 macht daraus einen Kreis — das Blatt erzeugt das Feldpaket, das Feldpaket erzeugt die Aufnahme, die Aufnahme hebt den Belegstatus, und der Belegstatus ändert das Blatt.
Das Entscheidende ist die gestrichelte Linie zurück nach oben. Ohne sie ist Mobilität nur eine zweite Ausgabeform; mit ihr ist sie der Weg, auf dem unbelegte Aussagen verschwinden.
Und sie hat einen Preis: jede Aufnahme draußen muss ihre Genauigkeit mitbringen, sonst tauscht man eine unbelegte Aussage gegen eine schlecht belegte.
Liegt unter atlas/qgis/themen/brandenburg-hanf/ — Layerstil, Erfassungsformular, Layerskript, Anleitung von Packen bis Rücksync. Sein Zweck ist genau eine Spalte.
Die Nutzungsrichtung der 54 Hanfschläge ist auf dem Landwirtschaftsblatt abgeleitet — aus dem Zuchtziel der Sorte. Die Sorte entscheidet die Nutzung aber nicht: das tun Erntezeitpunkt und Schnitthöhe.
Sechs Schläge mit 55 ha (9 % der Fläche) stehen deshalb als ungeklärt auf der Karte, mit eigener Signaturklasse statt geratener Farbe.
Eine Begehung mit dem Paket macht aus 9 % Ungeklärtem eine Beobachtung mit Datum, Erfasser und Foto.
Das Prezi-Prinzip: statt einer Folienfolge eine einzige große Fläche, durch die die Kamera fährt. Hineinfahren zeigt Detail, herausfahren zeigt Zusammenhang, und die Bewegung selbst trägt die Erzählung.
Auf einen Atlas übertragen: die Blattfolge als bereisbare Fläche, mit dem Weg von der Übersicht in die Nebenkarte als Kamerafahrt statt als Blättern.
Der Atlas hat die Maßstabsleiter schon: Blattmaßstab, Nebenkarte, Übersichtskarte. Was ein Zoom-Werkzeug verspricht, ist der stufenlose Übergang dazwischen.
Stufenlos ist in der Kartographie aber kein Fortschritt, sondern ein Problem — und das ist der Kern der nächsten Folie.
Von fünf Aufgaben gewinnt das Werkzeug eine deutlich, eine knapp, bei drei verliert es — kein Nein, aber ein schmaler Zuschnitt.
Eine Maßstabszahl zu ändern heißt, den Karteninhalt neu auszuwählen. Wer nur die Darstellung skaliert, behält die Generalisierung des Ausgangsmaßstabs — und die ist für jeden anderen falsch.
Der Grundriss bleibt zusammengefasst, die Isohypsen behalten ihre Äquidistanz aus 1:1 000 000, Signaturen wachsen zu Klumpen. Das Blatt wird größer und nicht genauer.
Die Zeichendichte steigt bis zur Unlesbarkeit, weil nichts verdrängt und nichts weggelassen wird. Genau dafür gibt es Maßstabsgrenzen im regelbasierten Renderer.
Ein tragfähiges Zoom-Werkzeug braucht je Stufe eine eigene Auswahl — drei bis vier gestaltete Maßstäbe, nicht einen skalierten. Beim Konzept wird das meist unterschätzt.
Zwei der vier offenen Stellen im Atlas fallen mit Daten weg, die schon beschafft werden können. Sie stehen vor jedem Zoom-Werkzeug — ein neues Werkzeug auf unbelegtem Inhalt vergrößert nur die Behauptung.
Beide Skripte laufen lokal und legen ihre Ausgaben neben sich ab; ins Projekt kommt nur das Ergebnis. Die Reihenfolge: Daten, dann Entscheidung über den Zuschnitt, dann Bau.
Der Feldweg ist gebaut und wartet auf eine Begehung. Das Zoom-Werkzeug wartet auf eine Antwort — und die lautet nach dieser Prüfung nicht ja oder nein, sondern: welcher der drei Zuschnitte.